Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Veranstaltungen

Leopold-Zunz-Colloquium, Wintersemester 2008/09

Jüdische Denkmuster im Kulturtransfer der Frühen Neuzeit

Wir freuen uns, Ihnen die Vortragstermine für das Winter-Colloquium des Leopold-Zunz-Centers bekannt geben zu können. Das Colloquium versteht sich als Präsentations- und Diskussionsforum zur neuesten Forschung auf dem Gebiet der Judaistik, Jüdischen Geschichte und Kultur. Zum ersten Mal wird das Colloquium Vorträge unter einer übergreifenden Themenstellung vereinigen. Die Erforschung von jüdischer Kultur, Ideen- und Ereignisgeschichte in der »Frühen Neuzeit« stellt seit langem einen Schwerpunkt am Leopold-Zunz-Center der MLU Halle-Wittenberg dar. Moderne- und Aufklärungskritik haben die Schwellen-Epoche in den letzten Jahren neu ins Zentrum der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt. Auch das neue Interesse für Religion lenkte den Blick auf die voremanzipatorische Periode und hier insbesondere auf die Bedeutung jüdischen Denkens für den Austausch zwischen den Kulturen, dem so Relevanz für allgemeine, übergreifende, historische Zusammenhänge beigemessen wird. Das Winter-Colloquium möchte unter dem Leitthema »Jüdische Denkmuster im Kulturtransfer der Frühen Neuzeit« vor allem die aktuelle Hallenser Forschung vorstellen.


Wissenschaftliche Tagungen 2009

25.06.2009, 9.00 - 19.00 Uhr, Thomasius-Zimmer, IZEA

Deutsch-Italienisches Sommersymposium

Islamische und jüdische (Religions)philosophie im 19. und 20. Jahrhundert

Das Sommersymposium steht im Zeichen des fünfjährigen Jubiläums des akademischen Austauschs zwischen dem Seminar für Judaistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität »La Sapienza« in Rom und widmet sich dem im 19. und 20. Jahrhundert neu erwachten philosophischen, wissenschaftlichen, politischen und religiösen Interesse deutsch-jüdischer Gelehrter an der islamischen Philosophietradition. Die Differenzwahrnehmung zur Tradition der abendländischen Philosophie mündete im 19. Jahrhundert in dem Bedürfnis, die Spezifika eines jüdischen Philosophiebegriffs näher zu bestimmen. Die durch die Haskala implizit vorbereitete Auseinandersetzung mit der islamischen Philosophietradition konnte die konfrontative Gegenüberstellung von »Jerusalem« und »Athen« relativieren, indem diese um einen Traditionskontext erweitert wurde, der einst für die jüdischen Philosophen des Mittelalters prägend gewesen war. Das Symposium möchte der Frage nachgehen, welche Bedeutung dieser Wiederentdeckung aus jüdischer Perspektive im Hinblick auf die Philosophiebegriffe des Abendlandes sowie der jüdischen und arabischen Philosophietradition zukommt.


Veranstaltungen und Vorträge 2009

25.05.2009 | Filmvorführung

Yaldei ha-Shemesh
(Kinder der Sonne)

Israel 2007 / Regie: Ran Tal / Sprache: Hebräisch / Untertitel: Englisch

18.15 Uhr, Englischer Saal, Franckesche Stiftungen (Haus 26)

Eine faszinierende Retrospektive der Kibbuz-Bewegung, der es gelingt, eine Perspektive auf die sozialistische Vergangenheit Israels zu entwickeln, die Kritik und Nostalgie produktiv ins Verhältnis setzt. Die Collage, die filmisches Archivmaterial mit aktuellen Evaluierungen konfrontiert, zeigt Aufnahmen aus den Jahren zwischen 1930 und 1980. Eines der interessantesten gesellschaftsutopischen Experimente des 20. Jahrhunderts hat mit diesem Film ein würdiges Denkmal erhalten. Der Dokumentarfilm gewann auf dem Jerusalemer Filmfestival in der Kategorie »Best Documentary« den ersten Preis

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